SOFLEX FLAMES – OPC Unified Architecture for Flexible Automation and Manufacturing Execution Systems
Schnittstellen – die zentrale Herausforderung in der modernen Fertigung
In vielen Produktionsumgebungen herrscht ein wildes Nebeneinander von Maschinen unterschiedlicher Hersteller, Generationen und Steuerungstechnologien. Jede Maschine „spricht“ oft ihre eigene Sprache – das erschwert Integration, Steuerung und Datenauswertung. Proprietäre Schnittstellen stoßen schnell an ihre Grenzen: Anpassungen sind teuer, Inbetriebnahmen aufwendig und die Analyse von Produktionsdaten kompliziert. Endkunden stehen vor der Herausforderung, ihre Fertigung effizient, flexibel und zukunftssicher zu gestalten.
Warum SOFLEX FLAMES entwickelt hat.
Bestehende Standards bieten hier keine vollständige Lösung. Viele aktuelle Informationsmodelle liefern lediglich Daten – eine aktive Steuerung der Maschinen ist nicht vorgesehen. SOFLEX erkannte die Chance, ein universelles Informationsmodell zu entwickeln, das Maschinen nicht nur standardisiert auslesen lässt, sondern auch aktiv ansteuert – und das hersteller- und technologieunabhängig.
Was ist FLAMES ?
FLAMES ist ein OPC UA Informationsmodell, das Maschinen und Leitsysteme intelligent verbindet. Die Maschine fungiert als Server, der Leitrechner als Client. Durch die generische Struktur kann FLAMES für unterschiedlichste Maschinentypen eingesetzt werden, von Fräsmaschinen über Montagezellen bis hin zu Robotern. Maschinenhersteller erhalten die Typdefinitionen als XML und können die Schnittstelle flexibel implementieren.
Vorteile für Endkunden in der metallbearbeitenden Industrie durch eine standardisierte SOFLEX FLAMES Schnittstelle
- Einfache Integration in neue und bestehende Leitsysteme
- Volle Transparenz: Alle relevanten Daten stehen für Analyse, Monitoring und Optimierung bereit
- Frühzeitige Testbarkeit: Schnittstellen können bereits vor dem Produktionsstart validiert werden
Zukunftssicherheit: Neue Funktionen und Anforderungen lassen sich problemlos ergänzen
Vorteile für Maschinenhersteller durch eine standardisierte SOFLEX FLAMES Schnittstelle
- Schnellere Inbetriebnahme dank standardisierter Schnittstellen
- Geringerer Anpassungsaufwand bei unterschiedlichen Kundenanforderungen
- Flexibilität: Änderungen an Maschine oder Steuerung lassen sich über den FLAMES-Server abbilden
- Eigener „Adapter“ für Automation: Verschiedene Steuerungsarchitekturen können unter einer einheitlichen Leitrechnerschnittstelle betrieben werden
Mehr als ein Standard – aktive Maschinensteuerung über SOFLEX FLAMES
FLAMES bietet aktives Maschinenmanagement: Leitsysteme können Funktionen wie NC-Start oder Palettenwechsel direkt steuern. Gleichzeitig unterstützt das Modell bidirektionale Kommunikation: Maschinen können selbst Daten wie Werkzeuginformationen anfordern. So entsteht ein universelles, herstellerunabhängiges System für moderne Fertigungsanlagen.
Praxisbeispiel – OPC UA Maschinenanbindung mit SOFLEX FLAMES in der Smart Factory
Bereits 2020 setzte ein Endkunde FLAMES erfolgreich ein: Maschinen verschiedener Hersteller und Generationen arbeiten dort nun über dasselbe Informationsmodell. Ergebnis: kürzere Lieferzeiten, geringere Kosten, weniger Inbetriebnahmeaufwand und deutlich vereinfachte Störungsanalyse. Weitere Maschinen mit FLAMES sind bereits in Planung, und immer mehr Hersteller setzen das Modell ein.
SOFLEX FLAMES – ein Schritt in Richtung Industrie 4.0 & Smart-Factory
FLAMES ist mehr als ein Pilotprojekt – es ist ein offener Standard, der die Zukunft der Fertigung vereinfacht. SOFLEX stellt das Informationsmodell lizenzfrei zur Verfügung, auch für andere Leitsystemhersteller. Mit der Zusammenarbeit mit VDMA und der Weitergabe an UMATI wird FLAMES zunehmend zu einer branchenweiten Lösung.
Fazit: Maschinen sprechen endlich eine gemeinsame Sprache – FLAMES macht Industrie 4.0 einfacher, effizienter und flexibler.
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